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Coronavirus

Letzte Aktualisierung: 21.04.2020

Wichtige Informationen zum Coronavirus

Seit Ende Dezember letzten Jahres breitet sich das neuartige Coronavirus auf der ganzen Welt aus und beunruhigt die Menschen. Doch wie gefährlich ist das Virus wirklich? Wie können Sie sich vor einer Infektion schützen? Kann ich an einem Geburtsvorbereitungskurs teilnehmen? Was mache ich, wenn ich meine Krankenkassen-Beiträge nicht bezahlen kann? Wir haben für Sie alle wichtigen Informationen zu COVID-19 zusammengestellt. Hier finden Sie außerdem auch den Antrag auf Stundung.

Das Coronavirus für Kinder einfach erklärt

Bei einem Verdacht auf COVID-19 sollten Sie sich zuerst telefonisch an Ihren Hausarzt wenden, bevor Sie dort persönlich vorstellig werden. Laut dem Gesundheitsamt Bielefeld werden Patienten häufig von der Arztpraxis abgelehnt. In diesem Fall können Sie sich an das zuständige Gesundheitsamt Ihrer Stadt wenden. Das Gesundheitsamt klärt ab, ob es sich wirklich um einen Patienten der Risikogruppe entsprechend des Robert Koch-Instituts handelt. Gegebenenfalls ruft das Gesundheitsamt auch in der Praxis an und bespricht den Fall mit dem Arzt.

Welches Gesundheitsamt in Ihrem Umkreis zuständig ist, finden Sie hier.

Selbstverständlich wird bei der gesetzlichen Krankenversicherung die Versorgung bei einem begründeten Verdacht auf eine Coronavirus-Erkrankung sichergestellt. Das schließt  auch die medizinisch notwendige Diagnostik mit ein. Der Test wird immer dann bezahlt, wenn die vom Robert Koch Institut (RKI) formulierten Kriterien vorliegen:

  • Personen mit respiratorischen (atemwegs-) Symptomen unabhängig von deren Schwere UND Kontakt mit einem bestätigten Fall mit 2019-nCoV
  • Personen mit erfülltem klinischem Bild UND Aufenthalt bis maximal 14 Tage vor Erkrankungsbeginn in einem Risikogebiet 

Bei Personen der Risikogruppe wird der Test durchgeführt und der Patient sofort isoliert. Die Kosten können direkt über die Gesundheitskarte abgerechnet werden. Der GKV-Leistungskatalog passt sich bei der Laboruntersuchung auf das Coronavirus automatisch und laufend an die Veränderungen der vom RKI vorgenommenen Kriterien nach der aktuellen Risikobewertung an. Ansonsten ist der Test eine Wunschleistung und eine Kostenübernahme nicht möglich.

Sie haben Fragen zum Coronavirus?
Dann wenden Sie sich gerne an unser Gesundheitstelefon 0521 5228-7799.

Ja, Patienten mit leichten Symptomen der oberen Atemwege können weiterhin nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für bis zu 7 Kalendertage bekommen. Bei Bedarf kann diese um weitere 7 Tage verlängert werden, ohne dass Patienten in die Praxis kommen müssen.

Die Ausnahmeregelung ist bis zum 31. Mai 2020 verlängert worden. Danach endet die Ausnahmeregelung und Patienten müssen sich ab dem 1. Juni 2020 wieder persönlich in der Praxis vorstellen. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Seite der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Übrigens: Als Nutzer unserer BKK GS-App können Sie Ihre Krankmeldung ganz einfach digital bei uns einreichen.

Nachdem mehr und mehr Fälle von ­Covid-19-Infektionen in Deutschland und Europa bekannt werden, müssen auch Unternehmen reagieren oder zumindest vorbereitet sein. Welche Regeln gelten hier für Arbeitnehmer und Arbeitgeber? Die wichtigsten Informationen dazu finden Sie hier:

Arbeitsrechtliche Folgen einer Pandemie

Sie sind Versicherter oder Arbeitgeber und können aufgrund der aktuellen Ereignisse Ihre Beiträge nicht bezahlen? Dann können Sie schnell und unbürokratisch einen Antrag auf Stundung stellen. Bitte senden Sie den Antrag ausgefüllt an uns zurück.

Oder Sie sind selbstständig tätig und Ihre Einnahmen sind durch die Krise gesunken? Dann melden Sie sich bitte per E-Mail oder telefonisch unter: 0800 0255 255, damit wir eine Stundung bzw. Beitragsherabsetzung vereinbaren können.

Sie haben einen Antrag auf Pflegebedürftigkeit oder Höhereinstufung gestellt.

Aufgrund der aktuellen Situation hat der Medizinische Dienst (MD) die persönliche Begutachtung ausgesetzt. Die Pflegeeinstufung wird zurzeit anhand Ihrer vorliegenden Unterlagen und ggf. in Zusammenhang mit einem Telefoninterview vorgenommen. Wünschen Sie dies nicht, kann eine Pflegeeinstufung möglicherweise nur nach Aktenlage oder erst nach Wiederaufnahme der Hausbesuche erfolgen.

Der Medizinische Dienst wird sich in jedem Fall bei Ihnen melden, um das weitere Vorgehen mit Ihnen zu besprechen.

Falls wir Ihnen in einem Bescheid zur Pflegeeinstufung bereits mitgeteilt haben, dass die Begutachtung des MD zu einem späteren Zeitpunkt vorgenommen werden soll, übernehmen wir bis auf weiteres die bisher bewilligten Leistungen und teilen Ihnen rechtzeitig schriftlich mit, wenn wir eine Widerholungsbegutachtung in Auftrag gegeben haben.

Entlastungsleistungen können in diesem Jahr länger abgerufen werden. Noch nicht in Anspruch genommenes Budget aus 2019 verfällt erst zum 30.09.2020.

Beschäftigte erhalten aktuell für bis zu 20 Tage statt 10 Tage Pflegeunterstützungsgeld als Lohnersatzleistung, wenn plötzlich ein Pflegefall in der Familie auftritt und sie die Pflege für einen Angehörigen zu Hause organisieren müssen. Bis zum 30. September 2020 wird Pflegeunterstützungsgeld auch gezahlt, wenn eine Versorgungslücke bei der Pflege zu Hause entsteht, z.B. weil eine Pflegekraft ausfällt oder ein ambulanter Pflegedienst schließt.

Wenn Sie bereits ein monatliches Pflegegeld beziehen, entfallen die bisher verpflichtenden Beratungsbesuche des Pflegedienstes bis zum 30. September 2020. Die Kosten aller bisher bewilligten Leistungen übernehmen wir aber selbstverständlich weiterhin. Bietet Ihr Pflegedienst Beratungsbesuche an, können Sie diese in Anspruch nehmen. Eine telefonische Beratung bieten Ihnen die Pflegeberater der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER an. Weitere Informationen dazu finden Sie online unter dem Thema Pflegeberatung.

Alle weiteren Fragen rund um die aktuellen Entwicklungen zum Thema Pflege klären wir gern telefonisch mit Ihnen unter: 0521 5228-3720

Hebammenbetreuung während der Schwangerschaft und nach der Geburt

Sie werden während der Schwangerschaft oder während des Wochenbetts von Ihrer Hebamme betreut. Aufgrund der aktuellen Situation haben der GKV-Spitzenverband und die Hebammenverbände die Richtlinien der Hebammenversorgung vorübergehend angepasst. Um soziale Kontakte zu vermeiden, kann Ihre Hebamme Sie während der Schwangerschaft oder des Wochenbetts per Telefon und Videotelefonie betreuen und beraten. Bei Fragen dazu, wenden Sie sich bitte direkt an Ihre Hebamme.
 

Teilnahme an Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskursen

Sie möchten an einem Geburtsvorbereitung- oder Rückbildungskurs teilnehmen. Diese Gruppenangebote kann Ihre Hebamme aktuell als digitale Live-Kurse anbieten. Die Inhalte entsprechen dem Präsenzkurs und eine Echtzeitkommunikation muss dabei möglich sein. Müssen Sie einen Rückbildungskurs abbrechen, können Sie die noch fehlenden Kurseinheiten bis zum Ende des 12. Monats nach der Geburt nachholen.

Sind Schule und KiTa geschlossen und Ihr Kind ist gesund, können Sie für diese Zeit kein Kinderpflegekrankengeld beantragen. Ein Anspruch auf Kinderpflegekrankengeld besteht nur, wenn Ihr Kind krank ist und Zuhause von keiner anderen im Haushalt lebenden Person betreut werden kann. Dafür ist ein ärztlichen Attest notwendig.

Teilnahme am Reha-Sport

Ihre Reha-Sport-Gruppe ist wegen der Corona-Pandemie unterbrochen worden. Sobald es wieder möglich ist, können Sie die noch fehlenden Kurseinheiten nachholen. Melden Sie sich gerne bei uns, wenn Ihre Bewilligung verlängert werden muss.

 

Heilmittel: Physiotherapie, Ergotherapie, Sprachteherapie

Sie haben eine Heilmittelverordnung erhalten und wollen oder müssen Ihre Behandlung unterbrechen. In der Physiotherapie gibt es aktuell keine einheitliche Regelung: Einige Praxen führen ihren Betrieb fort, andere haben geschlossen. Grundsätzlich gelten in der aktuellen Situation großzügige Regelungen für Heilmittelbehandlungen. So auch, wenn Sie Ihre Therapie unterbrechen müssen/wollen oder erst zu einem späteren Zeitpunkt beginnen können. Haben Sie aktuell keinen dringenden Bedarf, können Sie noch offene Termine verschieben. Konkrete Fragen beantworten wir Ihnen gerne persönlich oder Sie wenden sich direkt an Ihre Therapiepraxis.

Sie haben eine Verordnung für eine Ernährungsberatung. Ihr Ernährungsberater/Ihre Ernährungsberaterin kann Sie ggf. telefonisch oder über Videotelefonie weiter beraten. Diese Termine gelten wie eine persönliche Beratung. Sollte dies nicht möglich sein, können Sie die Termine auch zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Bitte besprechen Sie das weitere Vorgehen mit Ihrem Ernährungsberater/Ihrer Ernährungsberaterin.

Sie können wegen der Corona-Pandemie nicht mehr an einer Gruppentherapie teilnehmen? Ihr Therapeut kann für Sie eine Einzel- oder Kombitherapie beantragen. Dann kann Ihr Therapeut mit Ihnen auch Einzelgespräche führen und mit uns abrechnen.

Aufgrund der aktuellen Situation verzichten wir momentan auf den Konsiliarbericht.

Die Kur-Kliniken werden in 2020 nur mit einer verringerten Patientenzahl die Versorgung aufnehmen. Dies hat zur Folge, dass einem weiteren Teil von Patienten eine Stornierung ihrer schon reservierten Kurmaßnahme bevorsteht. Ebenso werden die Kuren zukünftig in vielen Kliniken in geschlossenen Gruppen absolviert (keine wöchentliche Anreise). Auch dies bedeutet, dass bereits reservierte Kurtermine verschoben oder umgebucht werden müssen. Wir bitten um Verständnis für die Corona bedingten Unannehmlichkeiten.

Da mit Kleinstkindern die Infektionsschutzmaßnahmen nicht umsetzbar sind, können in den meisten Kliniken in 2020 keine Familien mit Kindern unter 3 Jahren aufgenommen werden (in Kliniken der ArGe Mutter-Kind erst ab 6 Jahren). Auch die hiervon betroffenen Patienten werden von den Kliniken über die Absage informiert, anschließend wird unser Dienstleister Gesundheitsservice Management GSM versuchen, Alternativtermine – evtl. auch schon für 2021 – zu vergeben. Deswegen gilt unsere Bewilligung für eine Mutter-/Vater-Kind Kur bis zum 31.12.2021.


Re-Start AKTIVWOCHE/WELL-AKTIV
Präventionsmaßnahmen sind nur unter strengen Infektionsschutzregeln möglich. Dies ist je nach Programm und Kurort unterschiedlich umsetzbar. Die ersten Maßnahmen werden ab Ende Mai z. B. in Gotha und Bernkastel-Kues durchgeführt. In Kurorten, in denen die Therme als Infrastruktur benötigt wird, wird eine Maßnahmendurchführung voraussichtlich erst ab Juli erfolgen. In allen Fällen gilt, dass die Kurorte die angemeldeten Versicherten über weiter notwendige Stornierungen oder die Maßnahmendurchführung informieren.

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