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Spezial

Jetzt das Mindset ändern!

Unser kleines Mindset-Coaching gibt Ihnen praktische Techniken an die Hand, mit denen Sie Ihr Mindset ändern – falls es eher Hürde als Hilfe ist.

Text: Lara Buck

Warum Sie diesen Artikel lesen sollten:

Unsere Denkweise und Glaubenssätze beeinflussen unser Leben und unsere Erfolge. Lernen Sie Methoden, mit denen Sie jetzt Ihr Mindset ändern können.

Ob Sport, Ernährung, Finanzen, Partnerschaft oder Arbeit – alle Menschen stehen im Leben immer wieder vor Veränderungen, neuen Herausforderungen oder Zielen. Neben Fähigkeiten, Fleiß und gutem Willen sollte uns dabei auch immer ein gutes Mindset begleiten, also eine zielführende Denkweise, Einstellung und Haltung.

Unser Kopf, unsere Glaubenssätze und „Fixed“ oder „Growth“ Mindset beeinflussen oft schon vorher unseren Erfolg. Mehr dazu finden Sie in unserem Artikel „Mindset: Die Macht der Gedanken“. Lesen Sie jetzt, wie Sie Ihr Mindset und Ihre Glaubenssätze ändern, wenn Sie feststellen, dass diese eher im Weg stehen, statt den Weg zu ebnen:

1. Erfahrungen neu bewerten

Die sehr erfolgreiche Technik des Reframings kommt aus der Systemtheorie. Es geht darum, vergangene Ereignisse und Erfahrungen, die einen bisher stark (meist negativ) geprägt haben, neu zu betrachten und zu bewerten. Die Kunst liegt darin, eine neue Perspektive einzunehmen und die eigene Geschichte zu redigieren, zu überarbeiten oder ihr eine neue Erzählrichtung zu geben. Natürlich soll man nichts leugnen oder erfinden – sondern von seiner festgefahrenen Betrachtungsweise wegkommen. Sehr hilfreich ist dabei, die eigene Geschichte aufzuschreiben. Dies verdeutlicht, wie viel man schon bewirkt und geschafft hat im Leben. Das kann nachweislich die psychische und geistige Gesundheit stärken, wie Langzeitstudien des bekannten Psychologen Jonathan Adler zeigten.

2. Selbstdistanzierung

Oft sind es ungute Erinnerungen, die uns in Gedankenschleifen festsetzen. In einem inneren Film durchleben wir Angstsituationen, Misserfolge, Fehler immer wieder. Hier helfen Techniken der Selbstdistanzierung. Versuchen Sie, das Erlebte noch mal mit Abstand als neutraler Beobachter „von außen“ zu betrachten. Dabei nehmen Sie einen neuen Blickwinkel ein, fühlen sich nicht mehr so gefangen und können nach dem Warum fragen. Die Antworten können helfen, lähmende Gefühle wie Angst zu überwinden. Bei starken Selbstzweifeln kann die George-Bailey-Methode helfen, die nach dem Helden eines alten Hollywoodfilms benannt wurde: Im Fokus steht hier die Frage: „Wie würde das Leben ohne mich aussehen?“ Die Antworten lassen bestimmt wieder Lebensfreude, Mut und Tatkraft schöpfen.

3. Mindset ändern: Achtsamkeit

Viele unserer Überzeugungen und Glaubenssätze haben wir von Eltern oder anderen übernommen. Wir haben fixe Denk- und Betrachtungsweisen verinnerlicht und dabei unseren Fokus oft sehr verengt. Die Sozialpsychologin Dr. Ellen J. Langer hat bereits vor 30 Jahren mit ihrem Erfolgsbuch „Mindfulness“ das Thema Achtsamkeit in die Gesellschaft gebracht. Sie sensibilisiert uns für unser unterbewusstes Denken: Entspricht unsere Sichtweise wirklich der Wahrheit? Die „Mother of Mindfulness“ sagt: „Was wir sehen, hängt davon ab, worauf zu achten wir gelernt haben. Mindfulness bedeutet: in dem, was wir bereits zu kennen glauben, etwas Neues entdecken.“ Diese Haltung gibt uns eine große Freiheit, z.B. in festgefahrenen Situationen oder bei der Überprüfung unseres Selbstbilds.

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Was sagt die Wissenschaft zum Thema Achtsamkeit? Positive Wirkungen von Achtsamkeitsübungen – Scobel hat mit diversen Wissenschaftlern genau darüber gesprochen. Das passiert in unserem Gehirn:

4. Mentale Selbstheilung

Dass wir mit unserem Denken auch gesundheitliche Vorgänge blockieren oder voranbringen können, erkennt mittlerweile auch die Schulmedizin an. So hilft z.B. die Biofeedback-Methode, bei der innere Körpervorgänge auf einem Monitor sichtbar und damit wahrnehmbar gemacht werden. Patienten lernen so z.B. Muskelentspannung, Blutdruck oder Atemregulierung an Bewusstseinsübungen zu koppeln. „Es ist tatsächlich möglich, das Hirn in einen Heilmodus zu versetzen“, bestätigt auch der österreichische Neurobiologe Dr. Marcus Täuber. In seinem Buch „Gedanken als Medizin“ prüft er Daten zur mentalen Selbstheilung. Demnach könnten Hypnose, Meditation oder mentales Training Allergien, Schmerzen und Migräne lindern, Herzinfarkte verhindern und die Lebensqualität von Krebspatienten fördern.

5. Ans Ziel trotz Hindernis

Die Motivationsforscherin Gabriele Oettingen ist davon überzeugt, dass positives Denken, also das Imaginieren von einem Wunsch, nur funktioniert, wenn wir auch die Herausforderungen und Hindernisse, die dabei auftauchen können, mitdenken. Die von ihr entwickelte WOOP-Methode, die es auch als App gibt, kann dies unterstützen: Dabei verbinden wir bei der Imagination das Bild des erreichten Ziels in der Zukunft mit einem möglichen Hindernis in der Gegenwart. An den Gedanken an das Hindernis koppeln wir gleichzeitig ein Verhalten zu dessen Überwindung. Tritt das Hindernis dann in der Realität auf, aktivieren wir unterbewusst die nötige Energie. Auch beim Erkennen unrealistischer Ziele soll WOOP helfen. Das Kürzel steht übrigens für die Schritte Wish/Wunsch, Outcome/Ergebnis, Obstacle/Hindernis und Plan.

Zur Autorin: Die Journalistin Lara Buck schreibt gern über neue Erkenntnisse über gesunden, neuen Lifestyle. Davon profitieren sie und ihre Familie auch immer persönlich. Der Achtsamkeitsgedanke von Ellen Langer und die WOOP-Methode von Gabriele Oettingen haben es ihr diesmal besonders angetan.

Stand: Juni 2020

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