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Spezial

Stück für Stück grüner leben

Einen sogenannten ökologischen Fußabdruck hinterlassen wir alle. Doch wir können selbst bestimmen, wie groß er ist. Eine Spurensuche im Alltag.

Text: Berit Larsen

Gesünder und umweltverträglicher leben wollen fast alle, doch Industrie und Handel machen es uns nicht gerade leicht. Gut, wenn man Hintergründe und Tricks kennt.

Die gelbe Tonne ist eigentlich immer zu voll, so viele Kosmetika brauchen wir eigentlich nicht und außerdem wollte ich schon längst auf Ökostrom wechseln – eigentlich. Kennen Sie das? Immer häufiger fallen uns die Stellschrauben unseres Alltags auf, mithilfe derer wir – wenn wir denn endlich daran drehen – umweltfreundlicher leben könnten. Es wird Zeit, zur Tat zu schreiten: endlich statt eigentlich! Gehen Sie auf Spurensuche nach Ihrem ganz persönlichen ökologischen Fußabdruck und finden Sie bessere Lösungen. Vieles müssen wir nur einfach mal checken, dann kann es richtig Spaß machen!

Erst mal einen Überblick verschaffen

Ja, es ist höchste Zeit zu handeln. Doch wo fange ich an? Wer sich tiefer in die Thematik einarbeitet, fühlt sich schnell überfordert und resigniert. Immer schön Schritt für Schritt. Am besten, Sie verschaffen sich erst mal einen Überblick: Mit dem CO2-Rechner des Umweltbundesamtes können Sie z.B. anhand Ihrer Verbrauchsangaben bei Heizung und Strom sowie Ihres Verhaltens bei Mobilität, Ernährung, Konsum eine ungefähre Bilanz erstellen. Die Zahlen helfen Ihnen, kurz- und langfristige Veränderungen zu planen. Ziel sollte laut Umweltbundesamt sein, unseren Verbrauch auf unter eine Tonne CO2 pro Person und Jahr zu senken.

Mehr Öko, bitte!

Auto, Motorrad, Flugzeug, Schiff – sobald etwas betankt werden muss, klettert die Schadstoffbilanz nach oben. Und solange Strom aus Kohlekraftwerken geladen und fragwürdige Rohstoffe für die Herstellung von Akkus verbraucht werden, sind auch E-Fahrzeuge keine wirklich saubere Lösung. Einzige Frischluftgaranten bleiben Fahrrad und Füße! Außerdem wichtig: Wechseln Sie zu einem Ökostromanbieter, der zu 100 % regenerative Energie anbietet und in ebensolche regionalen Kraftwerke investiert (z.B. EWS Schönau, Naturstrom und Greenpeace Energy). So bringen Sie mit Ihrem Geld die Energiewende voran, während „grüne“ Tarife von Stromversorgern, die ansonsten auf Atom- und Kohlestrom setzen, nur wenig nachhaltig sind.

Einkäufe unter der Lupe

Ob Kosmetika, Wasch- oder Putzmittel – in unseren Einkaufswagen landen jede Woche reihenweise Produkte, von deren Inhaltsstoffen wir keinen blassen Dunst haben. Düfte, die wir einatmen, Zutaten, die in unsere Haut eindringen, Zusatzstoffe, die wir schlucken, oder Wirkstoffe, die wir in den Kanal spülen – vieles davon ist leider bedenklich oder schädlich. Wer seiner Gesundheit und der Umwelt einen Gefallen tun will, prüft vor dem Kauf die Inhaltsstoffe der Produkte. Meistgenannter Anbieter hierfür: codecheck.info. Auf der Website oder via App sind die Inhaltsstoffe von über 27 Millionen Produkten aus der Datenbank abrufbar. So können Sie Bösewichte wie Paraffin, Palmöl & Co. aus Ihrem Leben verbannen.

Meine kleine Plastikwelt

Kunststoffmüll und Mikroplastik verschmutzen Flüsse, Seen, Meere und Strände. Dort bedrohen sie Tiere, die es fressen oder sich darin verfangen. Der Organismus der Tiere reichert sich mit Schadstoffen an. So gelangt Mikroplastik auf unseren Esstisch.

Vermeiden Sie deshalb:

  • Einwegverpackungen aus Kunststoff
  • Verbundstoffe, die nicht recycelt werden können
  • Kunststofffasern (beim Waschen lösen sich Mikroplastikteile, dagegen kann ein spezieller Waschbeutel helfen)
  • Kosmetika mit Mikroplastik (kann auch Naturkosmetik sein, der Begriff ist nicht geschützt)

Tipp: Wo Poly-, Acryl- oder Nylon-Begriffe draufstehen, ist Kunststoff drin. Schnelle Helfer: Einkaufsratgeber von BUND, Greenpeace oder oben genannter Codecheck.

So schmeckt uns Bio

Wer sich für Bioprodukte entscheidet, tut der Umwelt, der eigenen Gesundheit und dem Tierwohl Gutes und vermeidet Gentechnik, Pestizide und Antibiotika. Doch Achtung: Lassen Sie sich nicht von Greenwashing-Tricks durch Verpackungen, unverbindliche Aussagen oder fragwürdige Siegel täuschen. Am besten gründlich Label und Hersteller prüfen, z.B. mit dem NABU-Siegelcheck. Grober Anhaltspunkt: Lebensmittel mit dem sechseckigen EU-Biosiegel erfüllen den Mindeststandard. Deutsche Ökoverbände wie Bioland, Naturland und Demeter haben strengere Auflagen. Doch denken Sie immer daran: Wenn das Bioprodukt erst um die halbe Welt reisen muss, bleibt nicht mehr viel Umweltschutz übrig. Deshalb gilt: regional und saisonal kaufen!

Video

Interessante Facts und Herausforderungen zum Klimaschutz im Alltag sehen Sie in diesem Video.

Stand: Juni 2019

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