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DIE GESCHICHTE DER BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER

[...] "Aber auch diejenigen, welche durch Alter oder Invalidität erwerbsunfähig werden, haben der Gesamtheit gegenüber einen begründeten Anspruch auf ein höheres Maß an Fürsorge, als Ihnen bisher hat zuteil werden können." Auszug aus der "Kaiserlichen Botschaft" von 1881.

1870

Gründung der Werkzeugmaschinenfabrik Gildemeister & Comp. am Köln-Mindener Bahnhof in Bielefeld

1874

Errichtung einer Kranken- und Unterstützungskasse der Firma Gildemeister & Comp. mittels des Statuts vom 3. Dezember
Fritz Gildemeister richtet die Kasse auf freiwilliger Basis ein. So sichert er seine Angestellten, die damals noch keinen gesetzlichen Anspruch haben, gegen die wirtschaftlichen Folgen einer Erkrankung ab. Derartige Kassenmodelle dienen als Vorbild bei der Einführung der Gesetzlichen Krankenversicherung.

1884

Inkrafttreten der Gesetzlichen Krankenversicherung

Umwandlung der freien Kranken- und Unterstützungskasse in die "Krankenkasse für die Fabrik der Firma Gildemeister & Comp."

1885

Die Mitgliederzahl der Fabrikkrankenkasse Gildemeister beträgt 67

1907

Gründung des "Verbands zur Wahrung der Interessen der deutschen Betriebskrankenkassen" als Vorläufer des heutigen BKK Bundesverbandes

1911

Inkrafttreten der Reichsversicherungsordnung (RVO)
Kranken-, Unfall- und Rentenversicherungen werden zu einem einheitlichen Gesetzeswerk zusammengefasst. Die Versicherungsträger sind rechtsfähig in Form von Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts. Statt „Fabrikkrankenkasse“ wird die Bezeichnung „Betriebskrankenkasse“ eingeführt. Die Mindestmitgliedszahl für Betriebskrankenkassen wird auf 150 Personen erhöht.

1920

Übernahme der Hälfte ärztlicher Behandlungs- und Arzneimittelkosten für Familienangehörige der BKK Gildemeister

1927

Die Mitgliederzahl der BKK Gildemeister beträgt 448

1933-1945

Nationalsozialistische Prägung auch für die Träger der Sozialversicherung
Nach dem so genannten „Führerprinzip“ kann die Selbstverwaltung der Krankenversicherung in diesem System keinen Bestand haben und wird abgeschafft. Die alleinige Vollmacht erhält der Leiter des Versicherungsträgers, dem lediglich ein Beirat ohne Mitbestimmungsbefugnisse zugeordnet ist.

1951

Einstellung des ersten hauptamtlichen Mitarbeiters für die BKK Gildemeister
Aufgrund wachsender Mitgliederzahlen (etwa 800) und steigender Anforderungen an eine ordnungsgemäße Verwaltung der Kasse wird der erste hauptamtliche Mitarbeiter eingestellt. So wird die bis dahin übliche Miterledigung durch das Lohnbüro abgelöst.

1953

Gesetz über die Selbstverwaltung in der Sozialversicherung stellt die Selbstverwaltung der BKK Gildemeister wieder her
Seitdem bestehen die Organe der Betriebskrankenkasse aus Vorstand und Vertreterversammlung, denen gewählte Versichertenvertreter und Arbeitgebervertreter angehören. Der Vorsitz in den Organen wechselt jährlich zwischen dem Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter.

1971

Erstmalig wird der Präventionsgedanke in der Gesetzlichen Krankenversicherung verankert.

1977

Umzug der Gildemeister AG innerhalb Bielefelds in den Stadtteil Sennestadt
Die Betriebskrankenkasse Gildemeister und Werksarzt sind in das Sozialgebäude integriert.

1989

Mit dem Gesetz zur Strukturreform im Gesundheitswesen werden die gesetzlichen Grundlagen der Krankenversicherung von der Reichsversicherungsordnung auf das Sozialgesetzbuch (SGB) übertragen  

1994

Einführung des Risikostrukturausgleichs (RSA)
Der Gesetzgeber plant die Einführung des freien Wahlrechts für alle Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung. Um den Krankenkassen gleiche Chancen im Wettbewerb zu ermöglichen, wird der RSA eingeführt. In diesem werden wesentliche Unterschiede in der Risikostruktur der Krankenkassenmitglieder erfasst: Geschlecht, Einkommenshöhe und Alter sowie die Zahl der familienversicherten Angehörigen. Für die BKK Gildemeister bedeutet dies von nun an erhebliche Mehrkosten.

1995

Inkrafttreten der Pflegeversicherung
Träger der Pflegeversicherung sind die Pflegekassen, die unter dem Dach der Krankenkassen angesiedelt sind. Die Selbstverwaltungsorgane der Pflegekassen sind die Organe der Krankenkassen. Arbeitgeber der Beschäftigten der Pflegekasse ist die Krankenkasse.

1996

Wahlfreiheit im Bereich der Krankenversicherung

1997

Fusion der BKK Gildemeister mit der BKK Seidensticker zur BKK Gildemeister/Seidensticker
Das Unternehmen Seidensticker wird 1919 von Walter Seidensticker sen. gegründet. Der Firmensitz der Unternehmensgruppe Seidensticker wird die Herforder Str. 182-194 in Bielefeld.
1955 erfolgt die Errichtung der Seidensticker-Betriebskrankenkasse.

1999

Bundesweite Öffnung der BKK Gildemeister/Seidensticker

2003

Umzug des Hauptsitzes der BKK Gildemeister/Seidensticker vom Betriebsgelände der Gildemeister AG in die Winterstraße 49 in Bielefeld-Brackwede

Fusion der BKK Gildemeister/Seidensticker mit der BKK Zeppelin zur BKK Gildemeister Seidensticker
Die Firma Luftschiffbau Zeppelin GmbH wird 1908 in Friedrichshafen gegründet. 1915 wird die Betriebskrankenkasse Zeppelin ins Leben gerufen. Die BKK Zeppelin unterliegt vorerst der gleichen Geschäftsführung wie die BKK der Firma Maybach-Motorenbau in Friedrichshafen. Trotz rechtlicher Trennung erfolgt die Nutzung eines gemeinsamen Briefbogens „Vereinte Zeppelin-Krankenkassen“ bis in die 30er Jahre.

2005

Verwaltungsrat erstmalig paritätisch aus 7 Arbeitgeber- und 7 Versichertenvertretern gebildet

2006

Eröffnung der City-Geschäftsstelle in der Bielefelder Innenstadt (Haus der Technik)

2007

Eröffnung des ersten Nordic Walking Parks in Ostwestfalen-Lippe, dem „BKK GILSEI Nordic Walking Park“

Mit einem Beitragssatz von 12,6 % nimmt die BKK Gildemeister Seidensticker den 3. Platz unter den Top Ten der günstigsten Krankenkassen in Deutschland ein.

2008

Die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER ändert ihr Erscheinungsbild.

Das von der BKK in Kooperation mit der Stadt Bielefeld durchgeführte Kindergartenprojekt „Florina Fit“ wird für den Deutschen Präventionspreis nominiert.

Die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER gewinnt gleich mit der ersten Ausgabe ihres neuen Kundenmagazins den begehrten BCP-Award bei Europas größtem Wettbewerb für Publikumszeitschriften

2009

Start des Gesundheitsfonds. 
Die Bundesregierung legt für alle gesetzlichen Krankenkassen einen einheitlichen Beitragssatz von 15,5 % fest. Ab 1. Juli 2009 wird der einheitliche Beitragssatz auf 14,9 % gesenkt.

Die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER weitet ihr umfangreiches Leistungsangebot erheblich aus.

Die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER: 125 Jahre. Einfach. Gut.

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